Lesung mit Musik zum Tag der Menschenrechte
Am Freitag, dem 10. Dezember 2010 um 20 Uhr findet in der IGS Bad Kreuznach anlässlich des Tages der Menschenrechte eine Autorenlesung mit Reiner Engelmann statt. Er liest aus seinem Buch „Kinder ausgegrenzt und ausgebeutet – die Geschichte eines Straßenmädchens aus Ruanda“. Dabei wird der Autor von Bernadette Boos und Bernardine Dattke durch ruandische Klänge musikalisch begleitet.
Über Reiner Engelmann:
Er wurde 1952 in Völkenroth im Hunsrück geboren. Nach der Realschule absolvierte er eine Verwaltungslehre, bevor er sich dazu entschied, unmittelbar nach seiner Lehre auf dem zweiten Bildungsweg Sozialpädagogik zu studieren.
Ab 1974, nach Beendigung des Studiums, arbeitete Engelmann in verschiedenen sozialpädagogischen Einrichtungen (Kinder- und Jugendheim, Kinderhort, Kindertagesstätte). Seit 1978 ist er als Sozialpädagoge in einer Schule für Lernbehinderte in Bad Kreuznach tätig.
Von 1982 bis 1992 war er mit einem Teil seines Stundendeputats an das Pädagogische Zentrum Rheinland-Pfalz abgeordnet. Dort organisierte er u.a. Autorenlesungen für Schulen. 1969 gründete Engelmann zusammen mit Freunden die erste Gruppe von amnesty international im Hunsrück. Seitdem hat er in der Organisation in verschiedenen Funktionen mitgearbeitet und ist heute aktives Mitglied der amnesty-Gruppe Bingen am Rhein.
1992 begann er damit, Texte namhafter deutscher und ausländischer Autorinnen und Autoren zu einer Anthologie zusammenzustellen, die große Beachtung erfuhr und innerhalb weniger Monate mehrmals aufgelegt wurde. Ihr folgten zahlreiche weitere Bücher zu gesellschaftlichen Brennpunktthemen, die er mal als Autor und mal als Herausgeber veröffentlicht. Seit Mitte der 90er-Jahre arbeitet er häufig mit Urs M. Fiechtner und anderen Mitgliedern der interkulturellenAutorengruppe 79 zusammen.
Buchinhalt:
Weltweit leben schätzungsweise etwa 100 Millionen Kinder auf der Straße - wie viele es genau sind, weiß niemand. Es gab sie zu allen Zeiten, in allen Ländern und sie werden immer mehr. Sie sind die Opfer von Arbeitslosigkeit, Armut und dem Zerfall der Familien, von Krieg, Flucht und Vertreibung, Gewalt und Erpressung. Sie durchwühlen die Mülltonnen nach Essbarem, haben kein Dach über dem Kopf und keinen Zugang zu gesundheitlicher Versorgung, zu Bildung und Ausbildung. Sie sind jeder Ausbeutung und Willkür ausgeliefert.
Mutarama ist fünfzehn und lebt in Ruanda. Ihre Eltern wurden während des Bürgerkrieges 1996 vor ihren Augen von Milizen getötet. Mutarama flieht und lebt danach jahrelang auf der Straße in Butare, einer großen Stadt nahe der Grenze zu Burundi. Der tägliche Kampf ums Überleben, um etwas zu essen und einen Schlafplatz ist hart. Nichts ist selbstverständlich, jeder Tag ist eine neue Herausforderung, es herrscht das Gesetz des Dschungels: Überleben werden nur die Stärksten.
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